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  MIT – Das Mittel gegen die Krise
180 Gäste wollten beim traditionellen Neujahrsempfang der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigungen Langenfeld, Monheim und Hilden in der Langenfelder Stadthalle den angekündigten Referenten Dr. Karl-Heinz Däke, Präsident des Bundes der Steuerzahler, hören und sehen.

Diesen hinderte jedoch kurzfristig eine Grippe am Erscheinen. Für krisenerprobte Mittelständler kein unlösbares Problem. Schließlich hatten die Gastgeber Hans-Dieter Clauser (Langenfeld), Stefan Tegethoff (Hilden) und Peter Werner (Monheim) mit Landrat Thomas Hendele und dem scheidenden Bürgermeister Magnus Staehler hochkarätigen Ersatz in petto.

Beherrschendes Thema war natürlich die Finanz- und Wirtschaftskrise. Landtagsabgeordneter und Langenfelder MIT-Vorsitzender Hans-Dieter Clauser eröffnete den Reigen und betonte, dass nicht der Mittelstand an den Ursachen beteiligt sei, sondern abgehobene Manager bei Banken und Großindustrie, die niemals genug Profit bekommen konnten. Er skizzierte und kommentierte die laufenden Rettungsschirme und Konjunkturprogramme und begrüßte besonders das verlängerte Kurzarbeitergeld um die Menschen in Arbeit zu halten bis es wieder voran geht.

Gleichzeitig geißelte er das ständige Krisengerede, bei dem ein Horrorszenario jeweils von einem noch furchtbareren abgelöst wird. Hier hält er diesen Protagonisten die Zuversicht und den Einfallsreichtum des Mittelstandes entgegen. M für Mut, I für Innovation, T für Tatkraft, das ist das Motto der MIT und auch der Weg aus der derzeitigen Misere.

MIT-Chef Peter Werner aus Monheim rief die Unternehmen auf, auch in schweren Zeiten die Ausbildungsanstrengungen fortzusetzen und mit Elan die Ausbildungsmesse der Agentur für Arbeit am 23.06.2009 zu unterstützen.

Landrat Thomas Hendele wartete in seinem Beitrag mit einer Vielzahl konkreter Beispiele für positive Entwicklungen auf Kreisebene auf. Für ihn ein klarer Grund zu Optimismus für eine baldige Verbesserung der Lage.

Der Landrat des schuldenfreien Kreises Mettmann war damit natürlich der ideale Vorredner zum Bürgermeister der schuldenfreien Stadt Langenfeld, Magnus Staehler. Staehler konnte ebenfalls deutliche Belege für positive Entwicklungen liefern, sprach sich aber ganz deutlich gegen Konjunkturprogramme und Rettungsschirme für Unternehmen auf Kosten der folgenden Generationen aus. Der Steuerzahler sei nicht für die Expansionsgelüste einer Frau Schaeffler in Anspruch zu nehmen. Den Rettungsschirm für das Finanzwesen nahm er ausdrücklich von dieser Kritik aus. Er favorisierte Steuersenkungen als probates Mittel und traf damit die Meinung der meisten Mittelständler, die es gewohnt sind, sich aus eigener Kraft aus schwierigen Situationen befreien zu können und zu müssen.

Auch der Hildener MIT-Vorsitzende Stefan Tegethoff sah keinen Grund für eine optimistische Erwartungshaltung der Mittelständler in Bezug auf staatliche Unterstützung.
Doch angesichts der guten Ausgangsbasis einer Vielzahl von erfahrenen Unternehmern sprach sich Tegethoff dafür aus, genau an den bisherigen Erfolgen festzuhalten, sich auf seine Kernkompetenzen zu konzentrieren und die positiven Ziele nicht aus den Augen zu lassen. Lobend erwähnte er in diesem Zusammenhang die Aussagen der Unternehmen im Rahmen der jährlich von MIT, Industrieverein und Stadtmarketing Hilden durchgeführten Konjunkturumfrage. Hier zeige sich die emotionale Wirkung der Krisenmeldungen in der Form, dass einerseits gut 50 % der Befragten sowohl die Entwicklung ihrer eigenen, als auch die der allgemeinen, wirtschaftlichen Lage als "eher sinkend" einschätzen, gleichzeitig aber 80 % nicht über Entlassungen nachdenken. Dies sei ein "sehr gutes Zeichen", so Tegethoff.
Datum: 29.01.2009
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